WK «Polecat»

Port, 16. Oktober 2025 – Man stelle sich vor: In einem Industriebetrieb nahe einem Wohngebiet bricht ein Grossbrand aus. In einem Wiederholungskurs (WK) hat die Zivilschutzorganisation (ZSO) NIDAU plus eine solche Katastrophe simuliert und sich dabei mit externen Partnern vernetzt.

Für ihren Herbst-WK hat sich die ZSO NIDAU plus ein Szenario ausgedacht, bei dem alle Fachbereiche mittun konnten und teilweise ineinandergreifen mussten: Nach einem Grossbrand sollten die Zivilschützer unter anderem Polizei und Feuerwehr bei der Verkehrsregelung unterstützen, potenziell kontaminiertes Wasser abpumpen, Evakuierte betreuen, die Kommunikation per Funk sicherstellen und die Einsatzkräfte verpflegen.

«Eine Übung mit allen Sach- und Fachbereichen lässt eine Komplexität entstehen, welche der Realität gerecht wird», sagt Marcel Roost, der auf 19 Jahre Erfahrung als Zivilschutz-Kommandant blicken kann. Insgesamt wurden 100 Personen aufgeboten, um im mehrtägigen WK ihr Wissen aufzufrischen.

Mit verschiedenen externen Fachleuten wurden Kurse in Erster Hilfe, Feldabsuche oder dem Umgang mit Gefahrenstoffen durchgeführt. Der Fachbereich Betreuung arbeitete mit mehreren regionalen Alters- und Pflegeheimen zusammen und kümmerte sich unter anderem um die Aktivierung betagter Menschen. Daneben wurden aber auch Grundlagen geübt, um Routine für den Ernstfall zu entwickeln – wie etwa das Führen einer Lagekarte, den Auf- und Abbau von Einsatzzelten oder die Beleuchtung eines Schadenplatzes.